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Geschichte

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Generelle Anmerkungen zur Geschichte

Direkt mal zur Einstimmung einer der donnernden Sätze über die Bedeutung der Geschichtswissenschaft: "Wer seine Vergangenheit nicht kennt, kann seine Gegenwart nicht verstehen und seine Zukunft nicht gestalten!"

Ok, dick aufgetragen, aber dennoch nicht ganz falsch. Sicher kann man nicht unkritisch geschichtliche Situationen auf heute übertragen, aber ohne Kenntnis der geschichtlichen Zusammenhänge wird es schwer, die gesellschaftliche Gegenwart zu verstehen oder gar die zukünftigen Entwicklungen vorher zu sehen. Abgesehen davon, dass es ganz nett ist zu wissen, dass die Einteilung der Woche in ausgerechnet 7 Tage aus dem alten Ägypten stammt, ist es manchmal erstaunlich, wie hartnäckig sich vor langer Zeit gebildete (Vor-)Urteile über Völker oder Menschengruppen halten können. Geschichtswissen kann hier helfen, sich solche und ähnliche Zusammenhänge bewusst zu machen und Gegenwartsprobleme besser einzuordnen.

Die Geschichtswissenschaft ist eng mit dem Vorhandensein schriftlicher Zeugnisse verknüpft (die Vor- oder Frühgeschichte befasst sich allerdings mit der Zeit vor der Erfindung der Schrift). Sie sind die eigentlichen Quellen, aus denen die Geschichtswissenschaft schöpft. Eng verbunden damit ist die oftmals große Subjektivität der Quelltexte. Ein Verfasser von Texten hat fast immer persönliche Vorlieben, weltanschauliche Ansichten oder eigene Erfahrungen, die in einen Text einfließen (es sei denn, es handelt sich um Inventurlisten, Einkaufslisten oder dergleichen; die ersten Schriftzeugnisse stellen wohl solche Listen dar!). Äußerst sorgfältige Text- bzw. Quellenkritik ist also angesagt, wenn man nicht falsche Schlüsse auf das geschichtliche Geschehen ziehen will (übrigens: man glaubt es kaum, wie viele historische Dokumente nachgewiesenermaßen Fälschungen sind). Hier helfen Methoden wie Quellenvergleich, Bewertung des Standes und des Gesamtwerks eines Autors, Plausibilitätsüberprüfungen etc.

Objektivität ist also in der Geschichtswissenschaft ein hehres aber nicht einfach zu erreichendes Ziel. Zudem muss man sich dessen bewusst sein, dass die Schilderung von geschichtlichen Vorgängen nicht mit dem wahren Geschehen verwechselt werden darf. In der Geschichtswissenschaft wird durchaus bezweifelt, ob das wahre Geschehen wirklich ermittelt werden kann (da braucht man sich nur die völlig unterschiedlichen Sichtweisen derselben Sachverhalte von heutigen Politikern anschauen).

Geschichte gliedert sich im Allgemeinen nach Epochen (Altertum, Mittelalter etc.), nach regionalen Gesichtspunkten (Weltgeschichte, deutsche Geschichte, nord-schottische Geschichte etc.), nach gesellschaftlichen Gruppen (Stadtgeschichte, Adelsgeschichte, Geschichte der Bauern) oder anderen gesellschaftlichen Themen (Kulturgeschichte etc.). Überschneidungen sind häufig zu finden.

Geschichte im Internet

Aufgrund der unvermeidbaren Subjektivität der Geschichtsdarstellungen ist die Qualität von Web-Angeboten (im Sinne der inhaltlichen Richtigkeit) oft schwer zu beurteilen. Viele Darstellungen zur Geschichte sind von interessierten Laien erstellt worden; eher wissenschaftlich geprägte Websites bieten oft ausführliches Quellmaterial zum Eigenstudium an. Infolge dessen ist es zum Teil schwierig, echte Lehrgänge guter Qualität zu geschichtlichen Themen zu finden. Ich werde mich bemühen, weiterhin fündig zu werden und gute von schlechter Qualität zu scheiden.

Geschichte in Lectures4you

Unter der Kategorie "Geschichte" werden im Wesentlichen politische und gesellschaftliche Entwicklung verstanden. Fachspezifische geschichtliche Darstellungen werden in dem jeweiligen Fach aufgelistet. Zum Beispiel werden kunst- oder musikgeschichtliche Themen in den Fächern "Kunst/Architektur" bzw. "Musik" behandelt. Die Kategorisierung von Lectures4you versucht, sowohl Epochen als auch andere Gesichtspunkte zu berücksichtigen.

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